MS und die Gene

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Frauen mit MS haben häufiger eine MS-bezogene Genveränderung

17.01.10

Multiple Sklerose und Vererbung

Die genauen Ursachen von MS sind noch unbekannt, aber es gibt Hinweise dafür, dass Gene an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Dabei verändern Umwelteinflüsse das Humane Leukozyten-Antigen(HLA)-Gen der Klasse II. Bei Frauen mit Multipler Sklerose fanden britische Forscher jetzt die mit MS verbundene HLA-Genvariante 1,4-mal häufiger als bei Männern.

An der Studie nahmen über tausend Familien mit mehr als einem MS-Patienten teil. Dabei wurde die Ausprägung des HLA-Gens bei 7.093 Personen getestet. Die Forscher untersuchten, welche HLA-Gene jeweils bei Menschen mit und ohne MS aktiv waren und ob MS-Erkrankte dieses Gen von Mutter oder Vater geerbt hatten. Dabei zeigte sich, dass Frauen häufiger die mit MS verbundene Genvariante an Frauen in ihrer Familie vererben als Männer.

Das größte Risiko für eine MS-Erkrankung liegt aber in der Wechselwirkung von beiden elterlichen Genen.


 

Quelle: Neurology, 05.01.2011