Langzeittherapie der Multiplen Sklerose (MS)

Medikamente zur Behandlung der MS werden vom Patienten entweder selbst gespritzt oder als Tablette bzw. Kapsel eingenommen. Bei der Eskalationstherapie können auch Infusionen zum Einsatz kommen.
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Bei der MS handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist deshalb, dass die Therapie konsequent durchgeführt wird. Die Langzeittherapie wirkt vorbeugend und hilft, dass längerfristig weniger Schübe auftreten und sich das Fortschreiten der Behinderung verlangsamt. Die volle Wirksamkeit der Therapie zeigt sich in der Regel erst nach längerer Anwendung. Wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung ist deshalb, dass Sie Ihr Medikament kontinuierlich und regelmäßig anwenden.

Für die Langzeittherapie gibt es unterschiedliche Wirkstoffe und Dosierungen. Die Medikamente der Basistherapie müssen meist gespritzt werden, manche gibt es als Tabletten bzw. Kapseln. So werden beispielsweise die standardmäßig verordneten Beta-Interferone von den Patienten selbst entweder unter die Haut oder in den Muskel gespritzt (je nach Medikament).

Wenn mit keinem der Medikamente der Basistherapie die gewünschten Therapieerfolge erreicht werden und das Fortschreiten der MS nicht in ausreichendem Maße verzögert wird, kann vorübergehend eine Eskalationstherapie durchgeführt werden. Die Medikamente der Eskalationstherapie werden oft als Infusion verabreicht. Wenn sich die Krankheitsaktivität der MS stabilisiert hat, kann man ggf. wieder zur Basistherapie zurückkehren.